Nr. 36/2019 vom 05.09.2019

Schluss mit Hallenbaden

Von Stephan Pörtner

Die Initiative zur Abschaffung der Hallenbäder hatte die zwölfjährige Gerda Klingelfeld aus nicht ganz lauteren Gründen gestartet. Es ging ihr nämlich weniger um die vorgeschobene hundsmiserable Klimabilanz derselben als um die Vermeidung jeglichen Schwimmunterrichts, nicht aus religiösen, sondern aus chlorwassergegnerischen und grundsätzlichen Überzeugungen, insbesondere jener, dass das Schwimmen nun mal, ähnlich wie das Skateboarden, eine Betätigung sei, die draussen und zur gegebenen Jahreszeit ausgeübt werden sollte. Ohne das Hallentraining würden zudem Zeitphänomene wie Triathlonveranstaltungen, die die Umwelt zwar nicht schwer, aber äusserst sinnlos belasteten, auf erträgliche Grösse schrumpfen – und das wäre ohne jeden Zweifel ein Beitrag zu einer besseren Welt.

Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel», «Mordgarten») und lebt in Zürich. Dieser Tage erscheint im Bilgerverlag sein neuer Köbi-Krimi «Pöschwies». Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen. Eine Auswahl unter dem Titel «100 Mal 100 Wörter» sowie «Mordgarten» sind im WOZ-Shop www.woz.ch/shop als Buch erhältlich.

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